„Inzucht“: 11jährigen Raoul Wüthrich inhaftierte man in USA Schweizer wie Schwerverbrecher

Der Amoklauf von Littleton erschütterte 1999 das öffentliche und politische Leben ganz Colorados. Eine Gesellschaft suchte nach Schuldigen und Verantwortlichen. man wollte die Öffentlichkeit beruhigen und dokumentieren, daß Recht und Ordnung herrschen. In diesem Klima geriet ein kleiner unschuldiger Schweizer namens Raoul in die Mühlen der Justiz. Andreas Wührich, der Vater des Jungen Raoul hat die absurde Geschichte in einem Buch dokumentiert, aus dem ich einige der besten erschreckendsten Auszüge präsentiere, damit man begreifen kann, wie das absurde System USA funktioniert. Ein Musterbeispiel von Gerichtsmanipulation, Tonbänder verschwinden, Zeugen werden erfunden, Gerüchte gestreut.

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Der Polizei und Staatsanwaltschaft in den USA kommt es nur auf die in der Anzahl Verurteilungen gemessene Effizienz an. Je mehr Verurteilungen pro Jahr, desto besser . Nach die-sem Gradmesser werden Wahlen gewonnen. Vollkommen egal, wenn man sogar Kinder einbuchten muss, um auf die Quote zu kommen. Kinder wie Raul Wüthrich, dessen einziges Verbrechen es war, seiner Schwester beim Pinkeln zu helfen. Die ganze Misere wurde ausgelöst durch Wüthrichs querulatorische Nachbarin, eine verwirrte angebliche «Künstlerin» – Laura Mehmert, die die Wüthrichs anzeigte. Aber hört selbst:

„Laura Mehmert ist nicht ir-gendwer: Sie war unsere Nachbarin, eine einsame, ver-schrobene Frau mittleren Alters, die stets aus dem Fen-ster schaut und alle Nachbarn ausspioniert. So scheute sie sich beispielsweise nicht, mit ihrem Wagen ostenta-tiv durch unser Grundstück zu fahren und zu überprü-fen, mit welchen Personen wir Kontakt hielten oder ver-kehrtenAls junge Familie mit vier zauberhaften Kindern, die sie haßte, waren wir ihr ein Dorn im Auge. Hinzu kam, daß ich aus Europa stamme; dort, so ihre Meinung, lie-fe sowieso vieles falsch.“

In Amerika machen sich Eltern strafbar, wenn sie Kinder frei herumlaufen lassen, selbst wenn sich diese im eigenen Garten aufhalten . Die Behörde bestrafte aufgrund Memherts Klage die Eltern Wüthrich mit einem Bußgeld von 78 Dollar und vermerkte dies auch in den dortigen Akten

Einmal buken die Kinder etwas für Mehmert, und Mehmert warf es vor den Augen der Kinder dem Hund vor. Mehmert ist offenbar eine bösartige Frau, sie verprügelte auch den Hund, weil der Hund mit Raul spielte. Später war das Heulen und Wehklagen des Hundes zu hören, die Strafe für sein fröhliches Spiel mit Raul.

Szenenwechsel: Die fünfjährige Sophia und Raoul spielen weit hinten im Garten zwischen den niederen Tannen und Büschen. Sophia merkt plötzlich, daß sie dringend Wasser lassen muß, und da ihr der Weg bis ins Haus zu weit ist, hilft Raoul ihr dabei. Er zieht Sophia die Hose herunter und stellt sich hinter sie, damit er ihr unter die Arme greifen kann, wenn sie in die Hocke geht. Anschließend zieht Raoul seine Schwester hoch, die sich wieder anzieht“

Montag, 30. August 1999 22.20 Uhr

Es ist etwa 22.20 Uhr, als zwei Polizeiautos vorfahren.

Wo ist überhaupt Ihr Arrest- oder Haftbefehl? Was für einen Grund gibt es, daß Sie ein zehnjähriges Kind mitten in der Nacht aus dem Bett holen?»

«Es liegt eine Strafanzeige vor. Eine schwerwiegende Strafanzeige. Mehr kann ich Ihnen nicht sagen»,

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Sheriff John P. Stone

Die Vorgeschichte:

Unsere «liebe» Nachbarin Laura Mehmert hat Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet: Raoul soll seine Stiefschwester unsittlich berührt und dann noch vergewaltigt haben. Von wem diese Anklage kam, wußten wir damals aber noch nicht. «Wie bitte? Ich höre wohl nicht recht! Soll das ein Scherz sein?» «Nein», antwortet Noel Blum, der Staatsanwalt. «Das ist ein Scherz. Wir müssen einer solchen Anzeige auf den Grund gehen. Zudem soll Ihre Frau ja bereits we-gen Vernachlässigung ihrer Kinder angezeigt und mit einem Bußgeld bestraft worden sein.» «Was wird nun aus meinem Sohn?» frage ich. «Stiefsohn», korrigiert Blum mit den fettigen, schüt-teren Haaren. Das glaube ich einfach nicht!» entgegne ich entrüs-tet, und Beverly fügt hinzu: «So etwas kommt in mei-nem Haus überhaupt nicht vor!» «In Ihrem Haus nicht, aber in Ihrem Garten, hinter den Büschen», kontert Blum.

Verhältnisse im Knast:

Täglich gibt es einen Hofspaziergang. Die Gefängni-sinsassen müssen grüne Häftlingskleidung tragen, ihre Haare wurden kurzgeschnitten, die Arme müssen während des Rundgangs hinter dem Rücken ver-schränkt sein. Gesprochen werden darf nicht, es gibt den täglichen Drill in der Zeichensprache. Wenn jemand etwas sagen will, hat er Mittel- und Zeigefinger auf Brusthöhe nach vorn zu strecken, erst auf Befehl des Wärters darf er sprechen. Die Worte haben kurz und laut zu sein – ei-ne uschelei!

zelle

Raoul ist der Jüngste und der Kleinste. Im Aufent-haltsraum, wo alle zur gleichen Zeit die Mahlzeiten gemeinsam einnehmen, gibt es auch ein Fernsehgerät. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Raoul nur Kinderfilme esehen, die ich und meine Frau uns vorher angeschaut hatten und bei denen wir sicher waren, daß dort keine Gewaltszenen vorkommen. Hier im Jugendknast, wo Elf- bis Siebzehnjährige eingesperrt sind, werden oft die gewalttätigsten Actionfilme gezeigt. Kein Wunder, daß in Amerika die Gewalt überhandnimmt! Bereits am zweiten Tag wurde Raoul von einem der größten und brutalsten Gefangenen so lange blutig ge-schlagen, bis er nicht mehr aufstehen konnte und be-wußtlos liegenblieb. Die Wachmannschaft, die oben in der Galerie durch das Fenster das Geschehen beobach-tete, unternahm nichts dagegen. Auf meine Frage, wie so etwas passieren könne, er-klärte man mir lapidar, daß dies der einzige Freiraum sei, den die Gefangenen hätten, und irgendwie müßten sie sich auch austoben. Zudem sei es Brauch, alle Jün-geren und Schwächeren müßten da durch.

Nach jedem Besuch müsse er sich völlig nackt auszie-hen, und die Wärter hätten den größten Spaß daran, al-les an ihm zu untersuchen. Diese peinliche Tortur gehe sogar so weit, daß es immer gleich mehrere dieser tu-gendhaften Wächter seien, die mit Taschenlampen und 59 andschuhen ihm in den After guckten und ihn befühl-ten. Sie machten auch nicht Halt davor, ihn im vorderen Bereich der Genitalien herumzuzupfen und zu drücken. Am meisten abgestoßen fühlte er sich davon, wenn ihm einer der Wärter gar mit dem Finger in den After fuhr.

Psychologen befragen Raouls Schwesterchen:

Sheriff John P. Stone und die Sozialarbeiterin Rhonda Miklic nehmen nun die fünfjährige Sophia ins Verhör. Eine Videokamera zeichnet alles auf, was sie sagt. An einem langen Tisch sitzen an einem Ende die Sozialar-beiterin, am anderen Ende der Sheriff; Sophia muß in der Mitte, direkt vor der Kamera Platz nehmen. Vor ihr liegen zwei Puppen, eine davon ist ein Mädchen, die andere ein Junge mit erigiertem Glied. Der Sheriff fragt Sophia, was Raoul mit ihr gemacht habe. Dabei weist er auf die männliche Puppe und hält diese so, daß das Gesicht der Puppe auf der Höhe des Beckens der Mädchenpuppe ist. «Hat er das gemacht?» fragt er und drückt die männliche Puppe zwischen die Beine der Mädchenpuppe. Sophia ist verwirrt und weiß nicht, was damit gemeint ist. Der Sheriff bohrt weiter: «Hat er dich hier geküßt? Hat er sonst etwas mit dir gemacht?» «Ich weiß nicht», erwidert Sophia und rutscht unruhig auf dem Stuhl hin und her. «Wo hat er dich geküßt?» fragt die Sozialarbeiterin energischer. Da zeigt Sophia auf das Gesicht. Auf die Stirne, auf die Augen, auf den Mund. «So kommen wir nicht weiter», stellt der Sheriff fest, nimmt die Puppen, plaziert die männliche hinter die weibliche und ahmt die Bewegung des Sexualverkehrs nach. «Hat er das mit dir gemacht? Sag schon, wir sagen es niemandem. Wir sind doch unter uns.» Sophia ist es sichtlich unwohl zumute, sie gibt kleine wimmernde Laute von sich. Ich weiß nicht, was das heißt und was das ist. Raoul hat mir nichts gemacht. Ich weiß nicht.» Sie blickt verstört mal nach dem Sheriff, mal in die Richtung der Sozialarbeiterin und fragt dann: «Kann ich jetzt nach Hause gehen? Ich habe in die Hosen gepinkelt.» Eine halbe Stunde lang dauerte diese Prozedur, die nichts brachte. Im Anschluß an dieses Verhör fand folgende Unter-haltung statt: «Ich glaube, ihr müßt einen anderen Weg einschla-gen», beginnt der Sheriff. «Da ist überhaupt nichts pas-siert. Das Mädchen weiß nicht einmal, von was die Re-de st. Wäre etwas mit ihr geschehen, würde sie anders reagieren. Vielleicht sollte man mal die Eltern überprü-fen, ob sich da irgend etwas ereignet hat, das Aufschluß geben kann.» «An was denken Sie?» fragt Rhonda Miklic. «An eine Hausdurchsuchung nach Sex- und Brutalo-filmen, eventuell an Waffen, Drogen oder was weiß ich. Aber so kriegen wir die Wüthrichs nicht!»

gesagt, getan:

«Hausdurchsuchung, Madam», antwortet Harris und geht an ihr vorbei. «Man könnte meinen, wir wären Verbrecher, so wie man uns behandelt.» Plötzlich steht ein schwarzvermummter Mann mit einer feuerbereiten Schußwaffe vor mich erschrecke fast zu Tode. «Keine Angst», meint der Staatsanwalt lapidar, «das ist einer von uns.»

Man suchte nach „Pornovideos“ und fand genau nichts:

Daraufhin kann ich beobachten, wie eine ganze Schar solcher vermummter Polizisten sternförmig auf das Haus zukommen und hinter jedem Busch und Baum stochern.

Solidarität im Internet und aus der Heimat:

Der Sozialarbeiter Joe Ehman aus Denver ist Initiator dieser Aktion, die im Internet begann. Ehman bestätigt, daß «in Colorado die Kinder geradezu in Wildwest-Manier angeklagt und bestraft werden. Der hiesigen Polizei und Staatsanwaltschaft kommt es nur auf die Effizienz an, wie viele Verurteilungen sie pro Jahr haben, nach diesem Gradmesser werden die Wahlen gewonnen.

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Joe Ehmann

Nun hatte die Staatsanwaltschaft in Denver genug von den ständigen Attacken aus dem Schokolade- und Käseland Schweiz sowie aus ganz Europa und holte zum Gegenangriff aus. Sie lud den Redakteur Kieran Nicholson von «The Denver Post» zum Stelldichein und eröffnete ihm, es lägen hieb- und stichfeste Bewei-se or, wonach die Familie Wüthrich ein Sexgeschäft betrieben hätte und es daher auch nicht ausgeschlossen sei, daß der Angeklagte Raoul mit angesehen und mit-bekommen habe, was ihm zur Last gelegt werde.

Der Schaden durch die falschen Medienberichte, die uns plakativ als Pornoproduzenten und -vertreiber hinstellten, war be-reits angerichtet, und ich kann nur hoffen, daß nach Ver-öffentlichung dieses Buches die enthaltenen Fakten auch jene Menschen umstimmen können, die bis heute noch immer etwas Unkorrektes oder Unsauberes hinter dem Lügengespinst der US-Justiz vermuten. Nicht erst seit Watergate ist bekannt, daß Amerika vor keinen Mitteln zurückschreckt, um von ihm begangenes Unrecht ins rechte Licht zu rücken und dabei Unschul-dige zum Sündenbock stempelt. Man denke dabei nur an Vietnam, an Kuba, Hiroshima, Nagasaki, Iran, Irak und an andere unzählige Kriegsschauplätze. Amerika gibt stets vor, für Recht und Frieden einzustehen. Es gibt kein anderes Land, das mit der gleichen Arroganz die Menschenrechte verletzt wie die USA. Hier werden immer noch Hunderte von Menschen zum Tode verur-teilt, in die Gaskammern oder auf den elektrischen Stuhl geschickt oder mit der Todesspritze getötet. So-lange dieses Land nur nach dem alttestamentarischen Spruch «Auge um Auge, Zahn und Zahn» urteilt, wird es nie vom Frieden begleitet sein. Sie werden ihre Kin-der zu neuem unendlichen Haß, zu Lüge und Betrug und schließlich zu Mördern heranziehen, auf die sie so-gar noch stolz sind, und sie mit Ehren auszeichnen, wenn sie bei einem Angriff auf ein anderes Land mög-lichst viele Gegner getötet oder verkrüppelt haben.

Vertuschung im Rechtsstaat:

Marylin Lennard, die Richterin, hatte angeblich die Protokollaufnahme der letzten Anhörung «verbockt» -das Gerät sei nicht in Ordnung gewesen, und deshalb hätte es mit der Aufzeichnung nicht geklappt. Laura Mehmert wurde nämlich vor-gehalten, daß sie nicht die gleichen Aussagen gemacht habe wie zuvor bei der Staatsanwaltschaft zu Protokoll gegeben.
An-stelle des Protokolls kam am nächsten Tag aber die Hiobsbotschaft, das Aufnahmegerät sei anscheinend von der Richterin nicht korrekt gehandhabt worden, und deshalb würden gar keine Aufzeichnungen für daProtokoll existieren. Als Folge sollte die ganze An-hörung wiederholt werden, diesmal allerdings ohne Raoul. Das i-Tüpfelchen bei der ganzen Aktion war die Tat-sache, daß sogar die angeblich nichts enthaltenden Bän-der vernichtet worden waren; wenn man eins und eins zusammenzählt, kann man sich vorstellen, was der Hin-tergrund dafür gewesen sein mag. Die Bänder hätte man als Beweismaterial beschlagnahmen können – aber leider, leider, sie waren ja entsorgt worden. So etwas sei noch nie vorgekom-men, gestand der Sheriff einem Reporter, aber einmal sei es eben immer das erste Mal.

Raoul war nun bei einer Pflegefamilie und war mit seiner Pflegemutter ein-kaufen gegangen:

An einem Kiosk-Stand sah er eine Zeitung mit seinem Konterfei auf der Titelseite, nahm sie und ging damit zur Pflegemutter, die gerade mit zwei Freundinnen in ein Gespräch verwickelt war. «Schauen Sie, das bin ich! Man hat über mich geschrie-ben!» meinte Raoul treuherzig zu ihr. Die Frauen nahmen die «Denver Post» in die Hände, auf deren Titelseite das Bild von Raoul abgedruckt war. Unter dem Foto stand in großen Lettern zu lesen: «Elf-jähriger Junge wegen Inzest angeklagt! Gerichtstermin auf den 8. November festgelegt!» Die beiden Freundin-nen starrten Raouls Pflegemutter bestürzt an, worauf diese einen hochroten Kopf bekam und eiligst mit dem Jungen an der Hand verschwand.

Dann machte die Staatsanwaltschaft der Verteidigung das Angebot, daß ihr Mandant möglicherweise sofort auf freien Fuß gesetzt werde könnte, wenn er sich schuldig bekennen würde. Aber das wollten sie natürlich nicht

Kurz vor dem Hearing tauchten plötzlich wieder wil-de Gerüchte auf, daß Raoul früher in Zürich das Haus der Eltern niedergebrannt hätte. Selbstverständlich han-delte es sich wiederum um Lügen, die angeblich «un-dichte Stellen» der Staatsanwaltschaft bewußt ausge-streut hatten, um Raouls Ruf zu untergraben und ein schwarzes Bild von ihm zu zeichnen. Alles war frei er-funden, weder Raoul noch wir hatten jemals in Zürich gewohnt, es hatte nie auch nur den kleinsten Vorfall im Zusammenhang mit Feuer gegeben.

In dieselbe Kategorie von Lügen gehören Anschuldi-gungen der Staatsanwaltschaft, Raoul habe im Monat vor seiner Verhaftung vier (!) Brände gelegt, außerdem wollen «Zeugen» gesehen haben, wie Raoul seinen Ge-schwistern Pornovideos gezeigt haben soll. Solche Vi-deos waren aber noch gar nie in unserem Haus. Beweis-material für all diese Anschuldigungen konnte die Staatsanwaltschaft natürlich nie vorlegen, da sie alle-samt erfunden waren; ebenso wurden die angeblichen «Zeugen» nie vor Gericht zitiert, sondern lösten sich einfach in Luft auf.

Das ganze Szenarium war dem Reich der Phantasie entsprungen und nur dazu be-stimmt, unsere Familie und Raoul zu belasten. Auch eine weitere, immer wieder gestellte Frage be-antwortet sich von selbst, nämlich die, warum Presse-vertreter oder eine neutrale Behörde, wie beispielsweise die Schweizer Botschaft, nie Einsicht in Raouls Akten nehmen durften – es hatte ganz einfach kein einziges Beweismittel vorgelegen,
das die Verhaftung und Ver-schleppung des Jungen gerechtfertigt hätte! Roger Schlawinsky, der Eigentümer von Radio- und Tele24, hatte sich anläßlich einer seiner «Sonntalks», die er jeden Sonntag hält, enorm aufgebläht und verur-teilt, wie man jetzt wegen der Geschichte von Raoul un-gerechtfertigt über Amerika herziehe. Irgend etwas müsse sicher an diesem Fall Raoul sein, sonst hätte die US-Justiz sich für diese Angelegenheit wohl kaum so ins Zeug gelegt.

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Der Richter James D. Zimmerman

Gericht windet sich raus:

Für Richter Zimmerman war der Fall Raoul konstru-iert, aber das konnte und durfte er nicht zugeben. Es gab seiner Ansicht nach nur einen Weg, den er einschlagen konnte. Mit fester Stimme verkündet er: «Die Anklage gegen Raoul Emilio Wüthrich wird aufgrund gravieren-der Verfahrensfehler sofort eingestellt, da die Anklage-frist von 60 Tagen verstrichen ist. Alle Anklagepunkte werden abgewiesen.» Es ist totenstill im Saal. Während die Verteidiger er-freut und dezent lächelnd sich gegenseitig die Hände drücken, blicken sich die Staatsanwälte entgeistert an. Es scheint, als hätten sie die Worte des Richter gar nicht richtig verstande«Eingestellt, Euer Ehren?» ringt Staatsanwalt Sergej Thomas sichtlich um Luft. «Nach all den Strapazen, Bemühungen, Beleidigungen, die wir zu ertragen hatten – eingestellt?» «Eingestellt», wiederholt Zimmerman laut und deut-lich. «Eingestellt aber nicht wegen erwiesener Unschuld, junger Mann», fügt er hinzu und deutet mit dem Ham-mer auf den kleinen Raoul. «Ein Verfahrensfehler liegt vor.

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Sergej Thomas, einer der schärfsten Staatsanwälte

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