Logopädinnen warnen vor Smartphones

zugerzeitung

Zuger Zeitung von heute: Die Forscher kamen zum Schluss, dass 70 Prozent der Kinder im Kita -Alter das Smartphone ihrer Eltern mehr als eine halbe Stunde täglich benutzen!

Von Fütter- und Einschlafstörungen bei Babys über Sprachentwicklungsstörungen und Konzentrationsstörungen ist die Rede.

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Monika Minar … erzählt beispielsweise von einem Kind, das in einem Buch nicht die Seite umblättert, sondern die für Smartphones und Tablets typische Wischbewegung macht. Oder von einem anderen, das mit dem Finger auf Memory- Kärtchen tippt – anstatt sie umzudrehen . «Viele Kinder werden mit dem Smartphone ruhiggestellt»

Spiele oder Lernprogramme auf Tablets und Smartphones würden oft die Sprache ausser Acht lassen oder sie nur am Rande fördern. «In der Regel braucht das Kind nur einen einzigen Finger», erklärt Minar .

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Die emotionale Bindung kommt zu kurz Doch es kann auch negative Folgen haben, wenn die Eltern als Vorbilder und Ansprechpersonen häufig mit digitalen Medien beschäftigt sind. «Die Mutter oder der Vater sind zwar anwesend , weil sie aber durch das Handy abgelenkt sind, kommt die emotionale Bindung oft zu kurz», erklärt Brigitte Eisner-Binkert, die seit 1988 in der Heilpädagogischen Früherziehung – also mit Kindern im Alter bis zu sechs Jahren – arbeitet. Diese Bindung sei wichtig für die früh kindliche Entwicklung , etwa im Bereich der Sprache od er der Denkentwicklung , aber auch was Vertrauen und die Orientierung im Alltag angehe. «Der Stellenwert des Kindes ist schlicht anders, wenn das Smartphone daneben die ganze Zeit piept» , sagt Eisner-Binkert. Ein Beispiel, wirft Monika Minar ein , habe sie auf einem Spielplatz beobachtet: «Eine junge Mutter fotografiert ihr Kind mit dem Handy , um die Bilder danach auf Facebook zu posten –anstatt die Schaukel anzustossen, auf der das Kind sitzt .»

Eikamp ist der Meinung, dass Kinder unter drei Jahren kein Smartphone als Spielzeug brauchen. Die Medizinerin erlebt tagtäglich, wie Smartphones den Alltag von Kindern verändern . «Es ist nahe zu bizarr , dass man heutzutage teilweise zwei- oder dreijährige Kind er untersucht, die den Arzt gar nicht wahrnehmen , da sie die ganze Zeit einen Film auf dem Smartphone schauen.»

 

 

 

 

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