Feminismus ein Leerlauf?

Feminismus gehört zur Teile-und-Herrsche-Strategie. Junge sollen gegen Alte, Frauen gegen Männer und reiche gegen arme aufgebracht werden.

Der „Gender Wage Gap“, die Ungleichbezahlung, ist ein Märchen. Es ist schwierig, Vergleichszahlen zu bekommen. Man verglich einfach alle Frauenlöhne mit allen Männerlöhnen, alle Berufe und Pensen in einen Topf. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass Frauen weniger aggressiv Lohnerhöhungen fordern als Männer.

Gruppen wie die Feministinnen glauben, sie hätten unheimlich viel für die Frauen getan. In Wirklichkeit entstanden solche Bewegungen im Zuge von Umwälzungen: Die Verstädterung brachte einen anderen Lebensstil, wo der Mann nicht mehr Bauer war und die Frau Bäuerin, sondern es gab Fabriken. Die Treue schwand. Ein Jungfernhäutchen bekam weniger und weniger wert, wie Dr.Dr. Gunnar Heinsohn sagt. Hochzeit bedeutete nicht mehr lebenslange Versorgung in der heimischen Rolle, den Haushalt zu besorgen (was auch Arbeit ist, aber abhängig) Immer mehr musste auch die Frau in die Fabrik. Die Frauen sagten sich verständlicherweise: Was soll ich noch exklusiv bleiben?

Ähnlich bei den Schwarzen: Hängt ihre Befreiung vielleicht auch mit dem Aufkommen besserer Maschinen zusammen?

Man sollte auch nicht vergessen, dass auch der US-Norden Sklaven hatte. Und dass es oft Schwarze in Afrika waren, die andere Schwarze verkauften. Es gab primitive Geheimbünde, die andere in Schuldknechtschaft trieben (vgl. David Graeber „Schulden die letzten 5000 Jahre“)

Ich bin ja auch Aktivist: Für den Veganismus. Auch hier könnte man sagen: Struktureller Wandel macht den Veganismus möglich, Zugegeben: im Mittelalter war die Ernährungswissenschaft vielleicht noch nicht so weit, dass man wusste, wie man ohne Probleme rein pflanzlich essen kann.

Aber irgendwie braucht es halt doch Aktivisten. Doch solche, die nicht projizieren, nicht verurteilen. Wenn ich nur aus unmittelbarem Frust auf die Strasse stehe, werden die Leute über mein Schild lachen. Man muss argumentativ bleiben und seine Partikularinteressen in ein grosses Ganzes einfügen. Kompromissbereit sein, Schritt für Schritt.

Denn die Revolution ist kein Ereignis, sondern ein Prozess.

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